Alexa macht jetzt auch in Versicherungen

Was soll ich nun damit anfangen… Vor geraumer Zeit las ich einen Artikel über die Möglichkeit, über Alexa in Kontakt mit Versicherungsunternehmen zu treten. Vom Umzugsassistenten bis zum Abschluss der Rentenversicherung. Einfach in die kleine Tonne sprechen und Schwups…

Ich gebe zu, ich bin skeptisch, was diese neue Art der Kommunikation betrifft. Damit meine ich vorrangig das Thema Datenschutz (EU-DSGVO) und Cyber-Kriminalität. Damit müssen wir uns in unserer heutigen Welt grundsätzlich beschäftigen.Man wird irgendwie vor die Wahl gestellt: Nutze ich die kommenden Innovationen und nehme den sehr wahrscheinlichen Datenschutzrechtsverlust in Kauf oder boykottiere ich diese Innovationen und werde zum „lonely rider“ – irgendwie wird man immer wieder vor die Wahl gestellt. Aber es ist wichtig, sensibilisiert mit seinen privaten Daten umzugehen und im Bewusstsein zu aktivieren. Alles, was man online einspricht oder einträgt könnte irgendwie abgefangen oder weiterverbreitet werden. Allerdings finde ich die Technik hinter z. B. Alexa als künstliche Intelligenz hoch interessant. Und sie entwickelt sich in einer Qualität weiter, die vielversprechend ist.

Vielmehr geht es um die Art der Kommunikation mit einer Box. Vielleicht bin ich auch schon zu alt und habe trotz aller Innovationsgedanken und Ideen noch ein Fünkchen „oldschool“ im Blut. Wenn mir Menschen entgegen kommen, die Sprachnachrichten in ihr Handy sprechen oder ich von einer künstlichen Stimme wieder einmal durch ein Telefonmenü geschleust werde, dann merke ich, ich spreche immer noch gerne mit Menschen.

Nun ist das ganze Thema Smarthome kommerziell ein sehr lukratives Thema. Damit könnten die kleinen Boxen mitten im Leben potenzieller Kunden stehen und sind zudem hoch attraktiv für IoT und BigData. Aber mit Alexa über meine Altersvorsorge zu sprechen, klingt für mich einfach nicht richtig. Gunther Dueck hat den Begriff der „Flachbildschirm-Rückwand-Beratung“ verwendet. In diesem Fall ginge es sogar noch einen Schritt weiter, denn hinter dem Bildschirm sitzt immer noch ein Mensch (Auch wenn er leider immer weniger zum Gespräch beitragen kann).

Aber alle Beratungsgespräche auf ein Frage-Antwort-Spiel zu reduzieren, das auf Basis von Algorithmen und Rechnungen basiert, ist mir persönlich zu wenig. Weil ich eben immer noch gerne mit Menschen spreche.

Sehen Sie sich im nachfolgenden Video der Deutsche Familienversicherung AG an, wie erstaunlich Alexa berät und bilden Sie sich selbst ein Urteil, ob diese Art des Versicherungsvertriebs für Ihr Versicherungsunternehmen oder auch für Sie als Privatperson infrage kommt:

Mit diesem kurzen Gedankenausflug verbleibe ich mit den besten Grüßen

Robert Schnittger


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