Fitter in die (digitalisierte) Zukunft?! - IDD und POSS

Kann die IDD Ihnen helfen, Ihre Anwendungs- und BI-Landschaft fitter für die (digitalisierte) Zukunft zu machen?

Ich meine ja…

Es gibt vermutlich heute zwei Gewissheiten in der Ausgestaltung Ihrer Versicherungs-IT: die Digitalisierung kommt ‑ auch wenn wir nicht wirklich sagen können, was sie bedeutet – und die regulatorischen Anforderungen nehmen zu.

Gerade noch bewegen Sie sich in der Umsetzung von Solvency II, da steht schon IDD vor der Tür.

Und daneben gibt es ja noch einige weitere Themen im Vertrieb, die Ihnen durchaus Kopfschmerzen bereiten, um auch mittel- und langfristig den Markterfolg zu haben, den Sie heute hoffentlich noch haben: neue Erwartungen an Versicherungsprodukte, Qualität und Verfügbarkeit guter Vertriebler, steigende Anforderungen der Kunden und Vertriebs-MA an die Einfachheit und Schnelligkeit Ihrer Verkaufs- und Serviceangebote, der ROPO-Kunde (Research-Online-Purchase-Offline), die InsurTechs,….

Und jetzt begeben Sie sich einmal auf die Zeitreise in die Zeit, in denen Ihre IT-Landschaft eine ideale Versicherungslandschaft ist ‑ oder einer solchen sehr nahe kommt. Und stellen Sie sich dann vor, es käme IDD3 und die Anforderungen an die Beratung Ihrer Kunden drehen sich auf einmal um 180 Grad, weil man in Brüssel verstanden hat, dass Einfachheit im Beratungsprozess auch viel mit Verbraucherschutz zu tun hat. Würden Sie es sich nicht dann schon einmal wünschen, Sie hätten im Jahre 2016 weit genug geblickt und die Chance einer neuen Regulatorik genutzt? Bei einem vollständig digital abgebildeten, geführten Beratungsprozess sind diese Änderungswünsche inklusive der immer wichtiger werdenden Dokumentationspflichten sehr einfach abzubilden.

Und nun zurück ins Jahr 2016. Was fordert die IDD im Beratungsprozess? Sind die richtigen Fragen gestellt worden, um die wirklichen Kundenbedürfnisse abzubilden? Sind nur die Produkte angeboten worden, die zum Kunden und dieser Beratungssituation passen? Und hat der Vertriebs-MA dem Kunden alle Produkte Ihres Produktportfolios angeboten, die sich in dieser Situation sinnvoll anbieten lassen? Und damit wirklich die Verkaufschancen in der fraglichen Kundensituation genutzt? Und welche Ihrer Vertriebs-MA sind in der Lage, solche Angebote wirklich zu machen? – Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie spätestens jetzt denken: Was haben diese Fragen mit IDD zu tun? Denn dann wäre es mir gelungen, Sie ein bisschen an meinen Gedankengängen teilhaben zu lassen….



Abbildung 1: Funktionenaushalt einer Vertriebs- u. Serviceplattform
Aus der IDD und den weiteren vertrieblichen Herausforderungen ergibt sich die Notwendigkeit, Ihren Vertrieblern mit einem „geführten“, d. h. digital unterstützten Beratungsprozess zu helfen. Und mit der Umsetzung der IDD in Ihrem Hause hören die Notwendigkeit und die Weiterentwicklung des „geführten“ Beratungsprozesses ja auch nicht auf….

Ein solcher Baustein zum geführten Beratungsprozess kann ein guter Einstieg zu einer einheitlichen Vertriebs- und Serviceplattform sein – vielleicht erinnern Sie sich, eine der drei zentralen Plattformen einer idealen Versicherungs-IT-Landschaft der Zukunft, die ich vor einigen Wochen erstmal skizziert hatte. Somit bin ich davon überzeugt, dass hier die IDD ein wichtiger Treiber sein kann, Ihre IT-Landschaft fit für die Zukunft zu machen….

Und werden die Versicherer diese Chance nutzen? Meine Erfahrung mit der Umsetzung einiger regulatorischer Anforderungen (Versicherungs-Vertragsgesetz, SEPA, Solvency II, Code-of-Conduct Datenschutz) lässt mich zweifeln, aber mein rheinischer Optimismus und die Tatsache, dass ich den Beitrag schreibe, während ich von einem Kunden-Workshop nach Hause fliege, in dem wir genau diese Themen diskutiert haben, stimmen mich doch hoffnungsvoll.

Wie immer würde es mich sehr freuen, wenn ich Ihnen ein bisschen Brain-Food liefern konnte.

Einen schönen und erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Tobias Kohl

#digitaleDNA #IDD #POSS #BI #InsuranceDistributionDirective
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