Digitalisierung im Vertrieb (Teil 2)


Der digitalisierte Kunde – Generation C

Immer wenn wir von Digitalisierung reden oder auch nur versuchen, uns den kommenden Anforderungen gedanklich zu nähern, ist er da … der digitale Kunde.

Aber wer ist das wirklich? Wie denkt er, was will er und noch wichtiger: Wie schaffe ich es, dass er mein Kunde wird oder bleibt? Natürlich kann ich hier keine finale Antwort geben, ich kann ja nicht in die Zukunft blicken. Aber einiges ist meiner Meinung nach schon jetzt erkennbar.


Der Umgang mit digitalen Medien hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Inhalte wurden deutlich schneller und aus Konsumenten wurden Produzenten. Twitter, Pinterest, Facebook machten es möglich, dass jeder jederzeit Informationen produzieren kann. Das Internet ist für die Generation C nicht mehr ein Medium, sondern eine Lebensart. Der Umgang mit Social Media ist für diese Generation so natürlich wie für uns das Atmen.

Auch wenn der Technik immer wieder nachgesagt wird, soziale Kompetenz zu verringern, Gespräche und Interaktion zu unterbinden, glaube ich, dass moderne Technologie eine neue Art der Kommunikation darstellt ohne die Grundprinzipien der sozialen Beziehungen zu zerstören.

In Sozialen Medien bilden sich Freundesgruppen, die eben gerade bei der Generation C heute weit über das „Liken“ in Facebook und anonyme Freundeslisten hinausgehen. Kontinente überspannend werden reale Beziehungen geknüpft, die immer öfter auch zu realen Treffen führen und mit realen Emotionen verbunden sind.

Junge Menschen versuchen weiterhin auf die wichtigen Fragen ihres Lebens Antworten von erfahreneren Menschen zu bekommen. Nur dass sie heute nicht im Duden nachschauen, den Opa oder den Vater fragen, sondern per Social Media oder Internet versuchen, an Antworten zu kommen.

Google definiert die Generation C wie folgt:

  • Sie zieht Motivation aus Ehrlichkeit und Integrität.
  • Sie setzt Technologien aktiv ein, lebt im Moment und ist immer online.
  • Sie ist stolz darauf, dass sie mehr gibt als nimmt.
Das heißt, der digitale Kunde lebt in einer emotional größeren und weiteren Welt, die Einflüssen aus allen Kontinenten und Ländern unterliegt. Aber er ist sich dessen bewusst und sucht nach Vertrauenspunkten und Sicherheit. Er ist sich instinktiv der Risiken, die in der Technik stecken, bewusst, ohne die Technik deshalb abzulehnen. Er hinterfragt Fakten und geht auch mit schnellem Wandel souverän um.

Vertrauen, Know-how und Beziehungen sind ihm aber mindestens genauso wichtig wie den vorherigen Generationen.

Übrigens wird unsere zukünftige Klientel sich nicht nur in der Nutzung und dem Verständnis von Technologie von unser heutigen unterscheiden. Flüchtlinge und Migranten werden unser hiesiges Marktgefüge gründlich aufmischen, neue Impulse mitbringen und noch deutlich mehr Flexibilität und Dynamik von uns verlangen als wir heute vermuten können. ICH freue mich darauf …

Ihr Gerrit Götze

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